Hl. Rabanus Maurus, Bischof von Mainz (856)1 Gott der Väter und Herr des Erbarmens, / du hast das All durch dein Wort gemacht. 2 Den Menschen hast du durch deine Weisheit bereitet, / damit er über deine Geschöpfe herrscht. 3 Er soll die Welt in Heiligkeit und Gerechtigkeit leiten / und Gericht halten in rechter Gesinnung. 4 Gib mir die Weisheit, die an deiner Seite thront, / und verstoß mich nicht aus der Schar deiner Kinder! 5 Ich bin ja dein Knecht, der Sohn deiner Magd, / ein schwacher Mensch, dessen Leben nur kurz ist / und zu gering an Einsicht in Recht und Gesetz. 6 Wäre einer auch vollkommen unter den Menschen, / er wird kein Ansehen genießen, wenn ihm deine Weisheit fehlt. 9 Mit dir ist die Weisheit, die deine Werke kennt / und die zugegen war, als du die Welt erschufst. Sie weiß, was wohlgefällig ist in deinen Augen / und was recht ist nach deinen Geboten. 10 Sende sie vom heiligen Himmel / und schick sie vom Thron deiner Herrlichkeit, damit sie bei mir sei und alle Mühe mit mir teile / und ich erkenne, was wohlgefällig ist bei dir! 12 Dann wird dir mein Handeln gefallen; / ich werde dein Volk gerecht richten / und des Throns meines Vaters würdig sein. Text: Einheitsübersetzung (EUE), Quelle: www.die-bibel.de — © Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Ps 19 (18), 8.9.10.11-12 (R: 10b oder vgl. Joh 6, 63b) 8 Die Weisung des HERRN ist vollkommen, * sie erquickt den Menschen. Das Zeugnis des HERRN ist verlässlich, * den Unwissenden macht es weise. 9 Die Befehle des HERRN sind gerade, * sie erfüllen das Herz mit Freude. Das Gebot des HERRN ist rein, * es erleuchtet die Augen. 10 Die Furcht des HERRN ist lauter, * sie besteht für immer. Die Urteile des HERRN sind wahrhaftig, * gerecht sind sie alle. 11 Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. * Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben. 12 Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; * reichen Lohn hat, wer sie beachtet. Text: Einheitsübersetzung (EUE), Quelle: www.die-bibel.de — © Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. 13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. 15 Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. 16 So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen. Text: Einheitsübersetzung (EUE), Quelle: www.die-bibel.de — © Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Leseordnung Kalender Deutschland. Gesamtkalender |